Geburtsstatistik meiner kleinen Hobbyzucht

 

Eigentlich ist die folgende Statistik nicht ganz vollständig. Hier sind all die Würfe, die auf meiner Homepage zu finden sind, aufgeführt. Lange habe ich nachgedacht. Von den "alten Hasen" in der Katzenzucht habe ich immer wieder zu hören bekommen....: Man muss ja nicht immer alles auf die HP setzen. Warum eigentlich nicht? Haben wir etwas zu verbergen? Nein, ich schließe mich dem nicht an. Ich habe beschlossen jetzt einmal alles, aber wirklich auch alles aufzuschreiben. Viele glauben immer, dass die Katzenzucht ja so toll ist und die Muttis fast alles alleine machen. Das aber Freud und Leid in einer Zucht so nah beieinander liegen, das wird oftmals einfach totgeschwiegen. Ich hatte einen nicht wirklich schönen und leichten Start in die Zucht. Mehr dazu lesen Sie aber bitte weiter unten nach meiner Statistik.

 

 

Insgesamt habe ich bisher

aus

liebevoll bei mir aufgezogen.

Dabei waren es

und

 

Alle Kitten haben ein tolles neues zu Hause gefunden.

Die neuen Schmuseeltern haben sich bereits

aus unserem Hause entschieden.

Und sogar

 

Ich bedanke mich hier an dieser Stelle nochmals bei allen neuen Schmuseeltern, dass sie meinen kleinen Herzensbrechern ein so schönes Katzenleben mit so viel Liebe und Schmuseeinheiten ermöglichen.

 

Leider musste ich in meiner Zucht auch insgesamt

aus

über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

All diese Kitten sind an einer Aspirationspneumonie (einseitige Lungenentzündung durch Flüssigkeit in der Lunge) bzw. Unterentwicklung durch Frühgeburt verstorben. Ich habe für ein jedes Kitten hart gekämpft, musste mich aber dem Willen der Natur beugen. Meine süßen Trolle haben stets einen Platz in meinem Herzen und ich werde sie niemals vergessen.

 

Insgesamt waren bei den 18 Würfen auch

notwendig um das Leben der Mütter und Kitten nicht zu gefährden.

Mit der Flasche groß gezogen habe ich bisher

Und bei

musste ich bisher eine Mastitis behandeln lassen.

Auch mit einer Lungenentzündung kämpfte bisher schon

nach der Geburt.

Eine Milchallergie wurde bei

diagnostiziert und behandelt.

 

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei meinem Tierarzt Dr. Padberg bedanken, der mir zu jeder Zeit immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Egal ob wir einen Kaiserschnitt mitten in der Nacht machen müssen, eines der Kitten oder die Mütter Sonntags eine Behandlung brauchen, oder ich ihn auf dem 80sten Geburtstag seiner Mutter um seine Hilfe gebeten habe.

Er ist einfach immer für mich da.

 

Danke für Deinen unermüdlichen Einsatz!

 

 

63 Kitten

18 Würfen (A- bis R-Wurf)

 

29 Kätzchen

34 Katerchen

 

 

12 Mal für gleich 2 Kitten

3 Mal für gleich 3 Kitten

1 Mal für gleich 4 Kitten

 

 

 

 

 

 

11 Kitten

5 Würfen  (F-Wurf zwei Kitten, G-Wurf alle fünf Kitten, K-Wurf ein Kitten, O-Wurf zwei Kitten und Q-Wurf ein Kitten)

 

 

 

 

 

 

 

 

6 Kaiserschnitte

 

 

2 Würfe

2 Müttern

 

 

1 Mutter

 

1 Kitten (Joda Milchallergie bei einem Kitten)

 


Jetzt möchte ich zu dem kommen, was ich oben bereits angekündigt habe.

 

Ich gehörte auch zu den euphorischen Neulingen, die alles durch die rosa rote Brille gesehen haben. Leider mussten ich schnell die Erfahrung machen, dass die Realität oftmals ganz anders aussieht.

 

Meine ersten Katzen kaufte ich als Liebhabertiere, wie das ja so oft ist. Und dann kam der Wunsch auf, doch mal einen Wurf mit den Süßen haben zu wollen. Ich holte mir das O.k. der Züchterin, schloss mich einem Verein an und informierte mich bis zum Umfallen über Genetik, Ernährung, Krankheiten, Geburtsvorbereitung und -hilfe etc. Kaufte haufenweise alles was man so braucht, auch vieles was sich im Nachhinein als unsinnig herausstellte, aber das war egal. Es war ja ein Hobby, und da muss man auch investieren.

Der Tag kam, an dem mein erstes Mädel, Yessi, rollig war und gedeckt werden sollte. Ich fuhr mit ihr zu dem ausgewählten Kater und alles klappte prima. Nach gut drei Wochen unendlich langer Wartezeit stand dann auch fest, sie hatte aufgenommen. Ich war den Tränen nahe vor Glück. Alles war perfekt. Sie war eine extrem vorsichtige Schwangere, kletterte kaum noch auf die Kratzbäume und sprang auch nicht mehr auf die Schränke.

Elf Tage vor dem errechneten Geburtstermin war meine Nacht dann morgens um fünf zu Ende.

Ich wurde wach durch ein mir merkwürdig erscheinendes Geräusch. Im Wohnzimmer fand ich dann mitten auf dem Boden ein winziges noch völlig unterentwickeltes Kitten. Meine Yessi fand ich dann auch recht schnell in einer Kratzbaumhöhle versteckt. Sie hatte Wehen. Wie konnte das sein? Es waren doch noch elf Tage Zeit. Völlig aufgelöst, unter Tränen fuhr ich mit ihr und dem ja schon leblosen Kitten zum Tierarzt (Damals fuhr ich noch zu einen Arzt der Notdienst hatte, da ich solche Dinge mit meinem heutigen Doc. noch gar nicht abgesprochen hatte.). Es wurde ein Röntgenbild gemacht und ein Ultraschall. Die noch im Mutterleib verbliebenen Kitten lebten. Ich war seelig... jedenfalls zu diesem Moment noch. So etwas könne passieren, sagte man mir. Das verstorbene Kitten verblieb in der Praxis und Yessi bekam einige Spritzen zum Aufbau und auch eine Wehenspritze, da eine Geburt, die einmal im Gange ist, nicht zu unterdrücken sei. Man schickte mich dann mit ihr nach Hause. Wenn nicht alle drei noch im Mutterleib verbliebenen Babys jetzt innerhalb der nächsten Stunden von allein kommen würden, müsse man einen Kaiserschnitt machen. Ein Kitten kam dann auch, direkt als ich mit ihr zu Hause angekommen war. Auch dieses Kitten war noch völlig unterentwickelt. Es hatte kaum Fell und atmete sehr unregelmäßig und unter scheinbar großer Kraftanstrengung. Aber.... es lebte. Weiter passierte erst einmal nichts. Die Wehen gingen und die Geburt stockte. Das kleine Baby rang immer mehr nach Luft. Ich rief wieder den Tierarzt an und sollte zur Praxis kommen. Noch bevor ich losfahren konnte verstarb mir das erst wenige Stunden alte Baby in meinen Händen. Ich kann gar nicht mehr sagen was in diesem Moment in mir vorging. Wieder unter Tränen, aber doch stark für die Mutter, machte ich mich auf den Weg in die Praxis. Yessi war schon etwas geschwächt durch die Strapazen und es wurde ein Kaiserschnitt gemacht. Zwei Winzlinge kamen auf die Welt. Auch sie lebten, aber als ich sie in den Händen hielt wusste ich, auch sie würden es nicht schaffen. Schon kurz nachdem Yessi die OP hinter sich hatte verstarb dann auch das dritte Baby und Nummer Vier folgte innerhalb einer halben Stunde.

Ich musste mich zusammenreißen... die Mutterkatze brauchte mich doch... aber ich war ein nervliches Wrack. So richtig realisiert habe ich dann alles erst zwei Tage später. Ich fragte mich immer wieder: Warum? Eine Antwort darauf habe ich bis heute nicht. Ja, die Aussage der Ärzte: So etwas kann passieren.

Mein erster Wurf bekam keinen Namen und erscheint auch nirgendwo. Einige der "alten Hasen" unter den Züchtern sagten mir auch... Das passiert schon mal und man müsse ja nicht immer alles auch auf die HP setzen. Ich war so unendlich traurig. Aber ich glaubte auch, es sei besser, dies nicht weiter zu erwähnen. Mein erster Wurf, der mich so viel Kraft gekostet hat, für den ich so gebetet hatte, der mein Traum sein sollte, einfach unter den Teppich gekehrt. Heute schäme ich mich dafür. Darum möchte ich hier diese Geschichte auch öffentlich machen. Ja, das war also mein Start in die Zucht.

Viele ach so gute Freunde waren jetzt der Meinung noch eins oben drauf setzen zu müssen... Die tollen Redensarten... "Ich hab`s Dir doch gleich gesagt!" "Was das alles gekostet hat!" " Das war`s dann ja wohl mit Deiner tollen Zucht!" "Wenn Du schlau bist, hörst Du auf bevor Du noch mehr in die Viehcher investierst!"

Diese ach so guten Freunde sind nun schon lange keine Freunde mehr. Und ich habe weiter gemacht. Auch wenn der ersten Wurf viel Schmerz, Leid und Geld gekostet hat. Das war mir egal.

 

A-Wurf: Es vergingen dann Monate bis meine zweite Katze, Ying, schwanger wurde. Ich hatte natürlich eine irrsinnige Angst diese Erlebnisse noch einmal durchmachen zu müssen. Aber ich hatte diesen Traum Babys aufwachsen zu sehen. Und es konnte ja nicht sein, dass immer alles schief geht. Bei so vielen Züchtern waren immer nur Würfe zu finden, die alle gesund und munter waren. Ich hätte wissen müssen..... man hatte mir ja gesagt, es müsse nicht immer alles auf der HP stehen.... dass viele einfach nicht ehrlich sind. Aber warum eigentlich? Wir haben hier schließlich Lebewesen. Und auch, wenn die Medizin vieles möglich macht, es kann immer mal zu Komplikationen kommen. So ist leider die Natur.

 

Aber zurück...mein zweiter Wurf kam dann auch zum errechneten Geburtstermin auf die Welt. Leider musste ich auch hier, nach dem zweiten Baby, einen Kaiserschnitt auf Grund einer starken Wehenschwäche machen lassen. Aber alle Babys waren gesund und munter.

 

B-Wurf: Weitere Monate vergingen und meine Yessi, die den ersten Wurf leider nicht groß ziehen konnte, sollte noch einmal gedeckt werden. Diesmal schien alles gut zu laufen. Sie trug ihre Babys bis zum errechneten Geburtstermin aus und das erste Baby kam auch auf normalem Weg zur Welt. Für das zweite Kitten brauchte sie aber schon die Wehenspritze, da auch sie eine extreme Wehenschwäche hatte. Das Baby kam....

Ich weiß auch hier nicht mehr genau was da in mir vorging, als ich dieses kleine Wesen in den Händen hielt. Ich hatte viel gelesen und gehört, was alles an Anomalien vorkommen kann. Aber das auch das meine Zucht treffen sollte, das hatte ich nicht erwartet. Dieses kleine Baby hatte nach außen gewachsenen Organe. Es hatte nicht den offenen Bauch, von dem mal schon mal hört. Der Bauch war zu, aber an der Stelle des Nabels waren Därme, Magen und sogar das kleine Herzchen nach außen gewachsen. Ich sah es schlagen.... Dieses Kitten lebte, es meckerte. In mir zog sich alles zusammen, ich hätte schreien können, die Tränen liefen mir völlig lautlos die Wangen hinunter. Wie in Trance rief ich meinen Tierarzt an, der innerhalb von Minuten bei mir war. Er schaute sich das Kleine an, und schüttelte nur leicht mit dem Kopf als er meinen flehenden Blick sah. Er erlöste das Kleine. Es wäre nicht möglich gewesen all die Organe durch eine OP wieder nach innen zu verlagern. Zeit zum Nachdenken blieb mir keine, denn auch bei dieser Geburt war dann letztendlich noch ein Kaiserschnitt nötig.

Auch hier brauchte ich wieder Tage um alles zu realisieren. Ich musste immer wieder an dieses kleine Lebewesen denken wie es so in meinen Händen gelegen hatte. Ich weiß nicht einmal ob es ein Bub oder ein Mädel war. Aber das ist auch nicht wichtig. Es war aber mein Kitten.... Und auch hier, ich habe dieses Kitten totgeschwiegen. Ursachen für diese Fehlbildung kann es mehrere geben. Es kann ebenso gut durch Umwelteinflüsse passiert sein, wie auch ein genetischer Defekt. Ich weiß es nicht.

Ehrlich gesagt, hatte ich einen genetischen Defekt vermutet. Denn bei unserem kleinen Bengário hatten wir nach der Geburt eine leichte Fehlstellung eines seiner Füßchen festgestellt. Sein Hinterfuß war etwas nach innen verdreht. Aber mein Tierarzt konnte keine Deformierung des Knochens oder andere Anomalien feststellen. Es war also auch möglich, dass der kleine Kerl im Mutterleib lange mit verdrehtem Fuß gelegen hatte. Ich massierte das Füßchen mehrmals täglich. Die Fehlstellung ging innerhalb weniger Tage zurück und er entwickelte sich völlig normal. Nachdem er dann anfing zu laufen, war absolut nichts mehr davon zu merken. Er benutzte beide Hinterfüße gleichmäßig. Auch hier werde ich die Ursache nie genau erfahren.

 

D-Wurf: Meine Ying hatte auch bei der zweiten Geburt einen Kaiserschnitt und bekam am dritten Tag eine Entzündung der Kaiserschnittnaht, die aber schnell und problemlos behandelt werden konnte. Beide Kätzinnen sind natürlich bereits kastriert.

Ich hatte dann noch weitere Kaiserschnitte in meiner Zucht, mehr darüber weiter unten. 

 

C-Wurf: Bei meiner Xana kam ein Baby leider schon tot zur Welt. Sie hatte während der Schwangerschaft den Sprung vom Kleiderschrank gewagt und ist abgerutscht. Beim Aufschlagen muss sich dieses eine Kitten so stark verletzt haben, dass es schon im Mutterleib verstarb. Alle anderen Kitten waren aber gesund und munter und auch der Mutterkatze war nichts passiert.

 

Ich gedenke hier an dieser Stelle meinen kleinen sechs Zwergen, die niemals wirklich leben durften. Vergessen werde ich Euch nie und ich bitte um Verzeihung, dass ich erst jetzt den Mut hatte offen zu Euch zu stehen.

 

Hier möchte ich jetzt auch noch einmal zu den Kitten aus dem F-, G- und K-Wurf, die uns auch über die Regenbogenbrücke verlassen haben, aber auf meiner HP einen Platz haben, etwas schreiben:

 

F- und H-Wurf: Als Alissia meinen F-Wurf bekommen sollte, ist mir auch hier ein Fehler passiert. Ich hatte sie drei Tage decken lassen und dann vom Kater getrennt. Am achten Tag schien sie nicht mehr rollig zu sein und ich lies sie wieder mit dem Kater zusammen laufen. Leider sollte ich eines besseren belehrt werden. Sie lies sich nochmals decken. Die Geburt errechnet sich aber immer vom ersten Decktag an und die Kitten die aus der Nachdeckung sind, sind dann meist etwas zurück in der Entwicklung. Fiona und Filho waren stark untergewichtig (52 gr. und 61 gr.) und hatten keine ausgereiften Lungen um richtig atmen zu können. Sie verstarben an einer Aspirationspneumonie. Tage haben wir um das Leben der Zwerge gekämpft. Mein Tierarzt war zweimal täglich bei uns zu Hause, aber ich musste mich auch hier dem Willen der Natur beugen. Ich werde immer an Euch denken ihr zwei kleinen Fellnasen. Auch hatte Lissy bei diesem Wurf einen Kaiserschnitt. Falco, der dicke Brummer, wollte nicht allein auf die Welt kommen. Er hatte ein Geburtsgewicht von 146 gr. und Lissy schaffte es einfach nicht allein. Nachdem die Wehen immer schwächer wurden und auch hier keine Wehenspritze mehr half, ließ ich den kleinen Kerl per Kaiserschnitt holen. In der dritten Woche bekam Lissy dann eine Mastitis. Sie hatte Fieber und es ging ihr sichtlich schlecht. Durch die korrekte und sofortige Behandlung durch meinen Tierarzt konnte ich aber schon am nächsten Tag eine Besserung feststellen und am dritten Tag hatte sie es dann schon überstanden. Ich will mich hier nicht als Besserwisser aufspielen, aber leider gibt es immer noch viele Tierärzte, die ein einfaches Antibiotikum spritzen, welches aber gar nicht über die natürliche Milchschranke hinaus greift und die Tiere leiden Tage lang. Ich danke meinem Doc für seine Hilfe und die absolut richtige Indikation.

 

Auch Hanna aus ihrem H-Wurf musste ich per Kaiserschnitt auf die Welt holen lassen, denn auch diesmal reichten ihre Wehen nicht aus um es aus eigener Kraft zu schaffen. Nach Lissy`s zweitem Kaiserschnitt hatte ich leider wieder ein "kleines" Problem. Sie zog sie sich einfach alle Fäden selber heraus. Ich schlief schon nachts neben ihr in der Wurfkiste, um sie weitestgehend unter Aufsicht zu haben, aber sie schaffte es immer wieder in einem unbeobachteten Moment daran herum zu zuppeln. Nachdem der Bauch drohte aufzugehen und sich womöglich Keime in die Wunde setzen würden, ließ ich sie tackern. Das hört sich grausam an. Für Lissy schien das aber gar nicht so schlimm zu sein und so konnten ihre Babys wenigsten weiter bei ihr säugen. Allerdings ist Lissy hart im Nehmen. Nach neun Tagen sollten die Tackernadeln nun entfernt werden und von gesetzten elf Nadeln hatte sie schon sechs selbst entfernt. Die Wunde ist aber trotz allem prima verheilt und man sieht heute nichts mehr davon. Auch Lissy ist nun kastriert.

Klein Hannes hatte mir auch zeitweise ein wenig Sorgen gemacht. Seine Schwester Hanna fing schon zum Ende der dritten Woche an zu fressen, aber Hannes wollte einfach noch nicht. Na ja... macht ja nichts, Mama hatte ja Milch ohne Ende und der kleine Mann nahm wunderbar zu. Hannes wollte aber auch mit sechs Wochen noch nicht alleine fressen. Er meckerte nur, wenn ich den Teller hinstellte und versuchte ihn zuzuscharren. Dann lief er zur Mama und ernuckelte sich seine Mahlzeit. Auch mit acht Wochen war einfach noch nichts zu machen. Langsam machte ich mir aber Sorgen und stellte ihn meinem Doc. vor. Diagnose: kerngesundes munteres Kerlchen in gutem Ernährungszustand. Ok... also warte ich weiter und lasse ihm noch Zeit. Aber auch zwei weitere Wochen später machte er keinerlei Anstalten mal etwas vom Futter zu naschen. "Mama macht mich doch satt und es ist doch soooooo schön danach bei ihr am Bauch einzuschlummern." dachte er wohl. Aber, eigentlich können Kitten ja mit zwölf Wochen ausziehen. Wenn sie aber noch immer nicht selbstständig fressen? Was dann? Hannes sollte aber sowieso länger bleiben, da er mit einem Kitten aus dem I-Wurf zusammen ins neue Heim ziehen sollte. Also hatte ich noch etwas Zeit. Hannes war nun schon fast vierzehn Wochen und auch wenn mein Doc sagte: "Lass ihn doch, er fängt schon irgendwann an zu fressen. Er ist doch topfit dabei." rückte nun die Zeit seines Auszuges ja auch immer näher. Ich pürierte ihm also ein wenig Hühnerfilet mit Sud und fütterte ihn mit der Spritze. Man sah das albern aus bei einem 14 Wochen alten Kitten.... Egal. Er muss ja mal auf den Geschmack kommen. Es dauerte dann aber noch drei Tage, bis er das Hühnchenfilet dann sogar freiwillig aus der Spritze saugte. Jetzt schien er endlich auf den Geschmack gekommen zu sein. Die Fütterung mit der Spritze hatte ich in der 9. Woche schon mal vergebens versucht. Er wehrte sich damals mit allen Kräften und spuckte nur wild um sich. Und Mama belohnte ihn ja anschließend auch mit einer reichlichen Milchmahlzeit. Aber jetzt schien der Bann gebrochen. Ich stellte ihm das Püree nun auf einem Teller hin und..... endlich, er leckte daran. Dann schlabberte er die ganze Portion innerhalb von Sekunden weg. Ab diesem Tag wurden die Mamamahlzeiten immer weniger und er nahm immer mehr das angebotene Futter an. Kurz vor seinem Auszug war dann aber auch Mama soweit, dass sie ihn nicht mehr so recht nuckeln lassen wollte. Na, der Bursche war ja jetzt auch schon stolze 22 Wochen alt.

 

G-Wurf: Auch bei meinem G-Wurf habe ich einen Fehler gemacht zu dem ich stehen muss. Alle fünf Kitten könnten heute noch leben. Mama Etienne hatte damals auch einen Kaiserschnitt. Sie war während der Wehen sehr nervös und lief immer zu in der Wohnung herum. Sie blieb einfach nicht in der Wurfkiste liegen. Sie rief immer wieder nach Adonis und wollte ihn gern bei sich haben. Adonis hatte aber gerade Alissia als rollige Katze vor sich und wollte im wahrsten Sinne des Wortes einfach nur "poppen". Ich hätte mich einfach mit Etienne einsperren sollen, das wäre vielleicht besser gewesen. Aber jeder Versuch sie in ein ruhiges Zimmer zu bekommen scheiterte. Sie stand nur vor der Tür und mauzte jämmerlich. Die Wehen unterdrückte sie ständig und war dann irgendwann zu schwach um die Babys noch allein auf die Welt zu bringen. Eines der Kitten steckte im Geburtskanal fest. Ich ließ dann, nachdem auch eine Wehenspritze nicht half, einen Kaiserschnitt machen. Sie hatte also keines ihrer Babys auf normalem Wege zur Welt gebracht und verstand wohl nicht, dass es sich bei den Kitten um ihre Babys handelte. Sie fauchte die Kleinen nur an und war durch nichts dazu zu bewegen zu den Lütten zu gehen. Sie bekam dann am zweiten Tag auch noch eine heftige Mastitis und ich versuchte die Babys mit der Flasche zu füttern. Die Kleinen lagen nun allein in der Wurfkiste, ohne mütterliche Wärme. Zwar hatte ich eine Wärmflasche und ein Körnerkissen immer dazu gelegt, aber die halten die Temperatur ja nun mal nicht konstant. Heute weiß ich, dass bei Kitten die eine Untertemperatur haben der Schluckreflex nicht richtig funktioniert. Abhusten können Neugeborene auch noch nicht. Und so ist beim Füttern immer mal wieder etwas von der Milch in die Lungen der Kitten gelaufen. Die Zwerge verstarben nachweislich alle an einer Aspirationspneumonie. Heute habe ich eine Wärmelampe für Kitten zu Hause. Für unsere Kleinen aus dem G-Wurf kommt das jedoch zu spät. Es ist schrecklich, wenn man weiß, dass man mit Schuld an dem Versterben der Kitten trägt. Ich habe zu dem Zeitpunkt aber nach bestem Wissen gehandelt und um das Leben der Kleinen gekämpft. Menschen machen Fehler, ich wünschte nur, sie hätten meinen Kleinen nicht das Leben gekostet. Ich werde die fünf kleinen Mäuse niemals vergessen.

 

I- und J-Wurf: Beide Würfe musste ich von Hand aufziehen. Beim I-Wurf hatte meine Cheyenne leider von Anfang an nicht genügend Milch. Sie kümmerte sich zwar rührend um ihre Babys, aber die Milchbar musste ich alle zwei Stunden für sie ersetzen. Beim J-Wurf hatte Elena anfangs noch reichlich Milch. Am vierten Tag bekam sie jedoch eine starke Lungenentzündung. Da sie sich sehr schlecht fühlte und hohes Fieber hatte, mochte sie sich natürlich nicht zu ihren Babys legen. Nach drei Tagen ging es ihr zwar schon wieder wesentlich besser, aber der Milchfluss war unterbrochen, ob nun durch die Medikamente, oder dadurch, dass die Kleinen nicht säugen konnten, oder beides zusammen, ich weiß es nicht genau. Also wurde auch dieser Wurf zur Handaufzucht. Alle Babys haben aber wunderbar zugenommen und wurden weiterhin von den Müttern bestens versorgt. Und mal ganz ehrlich, wie kann man eine bessere und intensivere Bindung zu einem Kitten aufbauen? Leider fällt natürlich auch der Abschied um so schwerer.... Aus dem J-Wurf hatte ich dann noch ein Kitten, welches nach einer Woche anfing sein ganzes Fell zu verlieren. Der kleine Mann wurde ganz nackig. Es war schon ein komisches Bild. Joda hatte eine Milchallergie. Fotos und mehr zu seiner doch ungewöhnlichen Geschichte finden sie hier. Und auch der kleine Jona verlor etwas Fell, aber erst zwei Wochen später. Er war nie ganz nackig, er hatte nur sehr dünnes Fell. Beide Kater haben sich aber zu super tollen Norwegern mit viel Fell entwickelt. Joda`s Seite werde ich weiterhin regelmäßig versuchen zu aktualisieren und seine Fellentwicklung in Bind und Text festhalten. Aber schon jetzt mit einem halben Jahr kann man erkennen wie super plüschig er geworden ist.

 

K-Wurf: Bibby hatte in ihrem zweiten Wurf auch ein Kitten, dass mich trotz aller Mühen und Bangen am fünften Tag über die Regenbogenbrücke verlassen hat. Ihre Babys kamen einige Tage zu früh zur Welt. Die Kleinen hatten nicht einmal Fell an den Füßen und im Gesichtchen. Man sah nur die rosafarbene Haut. Kaya hatte von Anfang an Probleme mit der Atmung. Sie nuckelte auch nicht richtig. Wohl weil sie kaum Luft bekam.  Zwar versuchte sie es immer wieder, konnte sich aber nicht richtig festsaugen. Auch die Handfütterung klappte leider gar nicht. Natürlich wurde die Kleine schnell kraftlos und drohte auszutrocknen. Ich weiß nicht mehr wie viele Spritzen zum Aufbau, an Flüssigkeit und auch Antibiotikum ich der kleinen Maus gespritzt habe. Ich wollte einfach nicht aufgeben und hoffte, die Lungen würden sich noch soweit entwickeln, dass sie es schaffen könnte. Die kleine Kaya hat den Kampf ums Überleben verloren, aber ich bin dankbar, dass die zwei anderen Kitten sich zu tollen kleinen Norwegern entwickelt haben. Leb wohl kleine Kaya, du hast immer einen Platz in meinem Herzen.

 

E- und L-Wurf: Man staune, aber bei diesen beiden Würfen gab es keinerlei Vorkommnisse oder Komplikationen.

 

Der Eine oder Andere wird sich jetzt fragen...  Warum hat sie das alles aufgeschrieben.

Um andere wach zu rütteln. Um Jungzüchtern und solchen die es werden wollen, auch die negativen Seiten einmal zu zeigen, die in einer Zucht passieren können. Man sollte die rosa rote Brille absetzen und realistisch sein. Es sind Lebewesen, und so wie es auch bei uns Menschen Krankheiten, Behinderungen und Probleme bei Geburten gibt, kommen sie auch in Katzenzuchten vor. Nur.... viele haben einfach nicht den Mumm dazu zu stehen. Dies öffentlich zu machen. Es tut mir nicht leid, wenn meine Geschichte jetzt viele abschreckt. Denn wer sich dazu entscheidet mit Lebewesen zu züchten, der sollte einfach auch die Kehrseite der Medaille bedenken. Wer mit solchen Erfahrungen nicht umgehen kann, sollte sich überlegen, ob es das richtige Hobby für ihn ist.

 

Aber trotz der vielen schmerzlichen Erfahrungen, die ich bereits in meiner Zucht machen musste, sind mir nie auch nur die geringsten Zweifel gekommen, ob ich das Richtige tue. Das Wunder der Geburt, das bedingungslose Vertrauen, dass mir meine Süßen entgegen bringen, ihr absolut ehrliches Verhalten, die unendlich vielen Schmuseeinheiten und die vollkommene und bedingungslose Liebe all meiner Tiere, hilft mir dabei, den Verlust meiner kleinen Regenbogenkinder zu überwinden und jedem neuen Wurf mit freudiger Erwartung entgegen zu sehen.

 

Ein Danke an Alle die hier bis zu Ende gelesen haben.

 

Ich habe beschlossen von jetzt an eine Art Tagebuch zu führen über jeden Wurf der geboren wird. Es wird also zu jedem Wurf einen kleinen Bericht geben und immer mal wieder bei ungewöhnlichen Vorkommnissen einen Nachtrag. Über jeden gemachten Nachtrag werde ich unter update informieren.

 

M-Wurf: Auch bei meinem M-Wurf gab es nicht die geringsten Komplikationen. Etienne hatte im Jahr zuvor ja einen Kaiserschnitt und leider hatte keines der Babys (G-Wurf) überlebt. Ich hatte natürlich schon im Vorfeld große Sorge, ob diesmal alles gut gehen würde. Ich hatte mir eine Aufzuchtslampe besorgt, um die Temperatur bei den Kitten konstant halten zu können, Unmengen an Milch auf Vorrat gekauft, ebenso wie Spritzen, Fläschchen und Sauger etc.... alles war da, um einen Wurf ohne mütterliche Hilfe groß ziehen zu können. Aber zu meiner riesigen Freude hat Etienne ihre Babys ganz alleine, völlig ohne Hilfe gesund zur Welt gebracht. Ich bin irre glücklich die kleinen Trolle nun aufwachsen zu sehen.

 

Oktober 2010: Ich hatte mich so gefreut, dass meine Ira nun auch Babys bekommen würde. Da sie aber nur sehr wenig zugenommen hatte, ließ ich in der 6. Schwangerschaftswoche eine Ultraschalluntersuchung machen, auf dem zwei Babys zu erkennen waren. Sie war also nicht scheinträchtig. Wie habe ich mich gefreut. Sie nahm weiterhin zu, wenn auch nur wenig, aber sie nahm zu. Bei zwei Babys, war das aber ja auch nicht so ungewöhnlich.

Am 59. Tag setzten plötzlich die Wehen bei Ira ein. Um fünf Uhr morgens war alles noch in bester Ordnung. Ich hatte mir schon angefangen den Wecker zu stellen, da sie seit zwei Tagen etwas unruhig war und ich mir Sorgen machte. Es ging ihr aber ansonsten augenscheinlich gut. Sie kümmerte sich rührend um die Babys aus dem M-Wurf und ich war mir sicher, sie würde eine super Mutter sein.

Als ein Baby dann um sieben Uhr zur Welt kam, hatte sie starke Schmerzen während der Wehen. Das Kleine war noch nicht ganz auf der Welt, es steckte noch mit dem Po fest, sie hatte die Fruchthülle aber schon geöffnet und ihr Baby fing an zu schreien. Schmerzen und die Panik um ihr Baby ließen sie dann aufspringen. Sie versuchte an das Baby zu kommen und drehte sich dabei mit dem Baby, noch im Geburtskanal hängend, im Kreis. Ich schaffte es sie dann zu beruhigen und das Baby auf die Welt zu holen. Sie bekam aber keine weiteren Wehen. Doch ein Baby sollte ja noch kommen.... oder hatten der Doc und ich uns beim US doch so vertan? Der Doc kam und tastete sie ab. Er war sich sicher noch etwas zu fühlen. Sie bekam eine Wehenspritze. Aber es kam kein weiteres Baby.

Zur Vorsicht ließ ich dann aber doch noch ein Röntgenbild machen.... Nichts. Dann noch ein zweites Röntgenbild.... Nichts.... lieber noch mal einen Ultraschall, super gründlich... mit zwei verschiedene US-Köpfe.... Nichts. Aber Abtasten ergab immer noch, da war was.

Sie hatte einen sehr vollen Darm und wir erklärten uns den Abtastbefund damit.

Zu Hause angekommen verhielt sie sich aber weiterhin komisch... Sie zitterte immer mal wieder und blieb nicht ruhig in der Kiste liegen. Alle Untersuchungen ergaben aber nichts weiter.

Am nächsten Tag ging es ihr zusehends schlechter.

Ihr kleiner Bub wurde auch immer apathischer und atmete sehr flach. Trinken wollte er nun gar nicht mehr. In den ersten Stunden suchte er noch immer mal wieder nach Mamas Zitze, aber ließ sich schon nicht richtig andocken. Aber er war ja auch sechs Tage zu früh auf die Welt gekommen. Er hatte kaum Fell. An den Beinchen, unterm Bauch und um sein Näschen herum gar kein Fell. Er war nicht voll entwickelt und der Schluckreflex wohl auch nicht. Ich versuchte ihn mit der Spritze zu füttern... er schluckte nicht und nuckelte auch nicht. Ich wusste diesen Kampf würde ich verlieren. Er baute stündlich weiter ab und ich ließ ihn schweren Herzens durch meinen Tierarzt erlösen. Schlaf gut kleiner Prinz. Du durftest nicht einmal 48 Stunden alt werden. Ich werde dich nie vergessen.

Zu diesem Zeitpunkt schien es Ira wieder etwas besser zu gehen. Der Tierarzt war aber kaum zur Türe raus, da bekam sie plötzlich Blutungen. Aber auch Nachblutungen sind nicht ungewöhnlich. Es war kein dickflüssiges tiefrotes Blut, sondern eher wässerig. Also nicht bedenklich. Eine Stunde später setzten heftige Wehen ein... Nein, nicht Nachwehen, wie man sie kennt... die Wehen waren meines Erachtens viel zu stark, als dass sie normal seien. Ich rief wieder den Tierarzt an. Er untersuchte sie nochmals. Es war aber immer noch nichts festzustellen, was Grund zur Sorge machte. Die Blutungen waren weder eitrig noch übermäßig stark und es roch auch nicht ungewöhnlich. Die Wehen sollte ich jetzt noch einige Zeit beobachten und ihn dann nach einer weiteren Stunde über den Stand informieren. Gegen Abend wurden die Wehen dann auch wesentlich schwächer und es waren nur noch hin und wieder leichte Wellen zu merken, die über ihren Bauch gingen. Also erstmal Entwarnung.

Sie bekam nun aber immer häufiger dieses Zittern. Es wurde so stark, dass es mir wie Schüttelfrost vorkam und wir haben die Temperatur noch mal gemessen. Sie hatte nun fast 40° Fieber. Sie bekam sofort ein Antibiotikum. Die ganze Nacht habe ich neben ihr Wache gehalten. Das Fieber ging langsam etwas runter, aber es schien mir, dass es ihr immer noch sehr schlecht ging.

Morgens schlief sie dann fast drei Stunden völlig ruhig auf dem Lammfell. Sie atmete ruhig und ich hoffte sie hätte das Schlimmste überstanden. Zum späten Vormittag bekam sie plötzlich wieder starke Wehen und der Ausfluss war nicht mehr so wässerig, sondern eher schleimig. Sofort rief ich wieder bei unserem Doc an, der mich bat in drei Stunden zur Praxis mit ihr zu kommen. Er hatte leider noch einen Termin außerhalb. Ich sagte ihm, dass ich gern eher kommen würde da ich große Angst hatte es würde noch schlimmer. Ich wollte nicht warten, denn schließlich kenne ich meine Maus und ich wusste, es musste irgendwas Schlimmes sein.  Er rief mich dann zehn Minuten später an... ich sollte kommen, er hätte seinen Terminplan geändert. Ich fuhr mit ihr los und schon beim Abtasten kam wieder dieser blutige Schleim, der jetzt eitrig aussah. Mein Doc ließ mir gar keine Zeit zum Nachdenken und bereitete alles sofort für eine OP vor. Ira sollte kastriert werden. Nachdem er sie aufgemacht hatte, entnahm er die Gebärmutter und es zeigte sich, dass er nicht richtiger hätte handeln können. Am rechten Gebärmutterhorn war eine Golfball große Verkapselung und beide Hörner waren hochgradig entzündet und voller Eiter.

Nachdem Ira die OP überstanden hatte, schaute er sich die Verkapselung genauer an.

Es handelte sich um eine mazerierte Fruchtblase, die zu einer eitrigen Gebärmutterschleimhautentzündung in beiden Uterushörnern geführt hatte. Die Geburt und die damit verbundenen Wehen hatten den Eiter mit den Bakterien aus der mazerierten Fruchthülle in beiden Uterushörnern verteilt. Das Uterushorn, dass das geborene Kitten enthalten hatte, zeigte eine normale Rückbildung, aber auch dort war die Schleimhaut nun schon eitrig entzündet.

Manchmal klären sich einige Fragen hinterher von selbst. Die mazerierte Fruchtblase enthielt den Fötus, den wir als zweites Baby auf dem ersten Ultraschall in der 6. Schwangerschaftswoche gesehen hatten. Durch Bakterien ist der Fötus abgestorben und hat sich aufgelöst und verkapselt und dann die Entzündung hervorgerufen. Somit ist auch die Ursache der Frühgeburt geklärt. Dass das zweite Baby überhaupt lebend zur Welt gekommen war, grenzt fast schon an ein Wunder. Aber auch er hatte sich dann wohl schon infiziert, was den schnellen Abbau des Kleinen erklärt. Der kleine Mann hatte keine Chance.

Wie Bakterien hineingekommen sind wird man nie genau klären können. Bakterien lauern überall und sich davor zu schützen ist einfach nicht möglich. Viele Kätzinnen bekommen eine Gebärmutterentzündung. Davon liest man häufig. Aber dass ausgerechnet solch Verkettung unglücklicher Umstände während einer Schwangerschaft passieren müssen...

Schleierhaft bleibt mir allerdings, wieso nichts, aber auch gar nichts bei der Ultraschalluntersuchung von der mazerierten Fruchtblase zu sehen war (ich war ja dabei), und sich bei Ira wohl über Wochen keinerlei Anzeichen einer Entzündung gezeigt hatten. Sie hatte weder Fieber, noch Ausfluss. Sie war fit, kuschelte mit den anderen Babys und schien sich auf ihre eigenen Babys sehr zu freuen. Sie hatte einen enormen Appetit und alles schien gut...

Der eitrige Ausfluss war scheinbar so gut verkapselt, dass erst die Presswehen die mazerierte Fruchthülle reißen ließen und sich so alles verteilen konnte. Da sich die mazerierte Fruchthülle ganz vor am Uterushorn, direkt am Eierstock tief in der Bauchhöhle befand, kann es sein, dass sie von anderen Organen so verdeckt wurde, dass man es nicht erkennen konnte.

 

Ja, aber jetzt hat sie es hinter sich. Sie ist auf dem Weg der Besserung und wird nun ein unbeschwertes Kastratenleben bei mir führen können. Schade nur, dass ich nicht einmal ein Baby von ihr habe. Ich hätte es behalten, egal was es gewesen wäre. Wichtig ist aber, dass es ihr jetzt bald wieder besser geht und wir rechtzeitig gehandelt haben.

 

Ira, kleine Maus, ich bin so froh dich bei mir zu haben. Ich hoffe jetzt nur noch, dass du ganz ganz schnell wieder gesund wirst und die Strapazen und die OP gut verkraftest.

 

Nachtrag 18. Oktober: Bei meiner kleinen Ira konnte es nicht Schlimmer kommen. Sie hat leider längst noch nicht alles überstanden. Durch die Schmerzen der Geburt hat sie nun Angst auf`s Klöchen zu gehen. Sie setzt keinen Stuhlgang ab. Durch die frische Bauchnaht müssen wir nun versuchen, mit möglichst schonenden Medikamenten, das Absetzen von Kot zu beeinflussen. Der Druck ist natürlich sehr schmerzhaft für Ira und sie bekam auch wieder hohes Fieber. Sie wurde mit Antibiotikum behandelt und das Fieber sank zum nächsten Tag auf Normaltemperatur. Doch schon den Tag darauf stieg das Fieber wieder an. Zu allem Überfluss hat sie nun auch noch eine beginnende Mastitis. Sofort bekam sie wiederum ein spezielles Antibiotikum.

Meine kleine Ira.... warum nur musst du so leiden. Ich hatte so gehofft, dass es dir schnell wieder gut gehen würde. Und nun das noch. Ich schlafe neben dir und wache über dich, fast 24 Stunden am Tag. Ich werde alles tun, damit du bald wieder ganz gesund bist und unbeschwert mit den Anderen toben kannst.........

 

Nachtrag 22. Oktober: Endlich.... meiner Ira geht es etwas besser. Das Fieber sinkt langsam und die Mastitis ist schon völlig abgeklungen. Die Kaiserschnittnaht heilt sehr gut und hier hat es auch keinerlei weitere Komplikationen mehr gegeben. Wir waren zwischenzeitlich aber nochmals zum Röntgen, da Ira ja keinen Stuhlgang abgesetzt hat. Die Medikamente zeigen aber nun auch endlich Wirkung. Der Darm ist nun nicht mehr so sehr verhärtet und wenn ich mich nicht täusche, dann war sie heute morgen auch endlich das erste Mal wieder auf dem Klöchen.

Ira meine kleine Maus, ich bin so froh.... Wir haben so lange gebangt. Es hat mir die Tränen in die Augen getrieben dich so leiden zu sehen. Aber jetzt wird alles gut......

 

N-Wurf: Bei meinem N-Wurf war ich nur stiller Zuschauer. Mama Cheyenne hat, genau wie bei ihrem ersten Wurf (I-Wurf), wieder alles völlig instinktsicher allein gemacht. Allerdings musste ich ihren ersten Wurf mit der Flasche füttern, da sie leider nicht genügend Milch für ihre Babys hatte. Auch bei diesem Wurf hat sie nicht übermäßig viel Milch. Die Kleinen nehmen aber regelmäßig zu, sind rundherum satt und zufrieden. Ok, es würde sicher nicht schaden, wenn sie ein paar Gramm mehr zunehmen würden, aber da meiner Meinung nach Muttermilch immer noch das Beste für die Kitten ist, sie fit und gesund sind, besteht bisher kein Grund die Kleinen mit der Flasche zu füttern. Natürlich wiege ich die Zwerge zweimal täglich und würde auch gleich mit der Zufütterung anfangen, falls Mama`s Milchbar nicht mehr reicht. Einen ausreichenden Vorrat an Milchpulver habe ich ja immer zu Hause.

Cheyenne meine Süße, du bist eine hervorragende Mutter und mit Bibby zusammen ein absolutes Dream Team.

Nachtrag: In den ersten Wochen haben die Babys ja nur recht wenig zugenommen. Meist zwischen 7 und 10 gr. Das ist nicht viel. Aber die Kleinen waren rundum satt, zufrieden und hatten schön gefüllte Bäuche. Mit zwei Wochen und sechs Tagen habe ich die Kleinen im Kittenauslauf toben lassen, da die Wurfkiste für zwei Katzen mit Babys (Bibby lag immer bei Mama Cheyenne und ihren Zwergen) zu klein war. Die Lütten hatten nicht mal Zähnchen, haben aber gleich mal am Feuchtfutter genascht. Und... es schmeckte... ich konnte es selbst kaum glauben. In den nächsten Tagen haben sie dann schon regelmäßig vom Feuchtfutter genascht. Erst nur wenig, aber immerhin. Ich habe das Hühnchenfilet dann angefangen zu pürieren, da sie noch nicht kauen konnten. Erfolg auf ganzer Linie.

Die Kleinen nehmen jetzt pro Tag bis zu 30 gr. zu. Und mit fast fünf Wochen haben alle Kitten nun vom Gewicht her so schön aufgeholt, dass ich mich natürlich frage, ob sie nicht vielleicht doch etwas Hunger hatten. Aber ich würde es, immer vorausgesetzt die Kitten sind zufrieden und nicht nörgelig, jederzeit wieder so machen. Denn.... Muttermilch ist durch nichts zu ersetzen, auch nicht durch wirklich gute Aufzuchtsmilch.

 

O-Wurf: Bibby hat sich so sehr in die Pflege der anderen Würfe mit eingebracht, dass ich ihr das Mutterglück wieder gönnen wollte. Sie nahm auch gleich auf und lag von da an bei Cheyenne und ihren Babys mit in der Wurfkiste. Auch diesmal setzten die Wehen bei Bibby wieder zu früh ein. Genau wie bei ihrem zweiten Wurf (K-Wurf). Die Kleinen kamen völlig problemlos zur Welt, aber eben zu früh. Auch bei diesen Babys waren die Beinchen, die Ohren und das Näschen noch völlig nackig. Das zu letzt geborene Kitten verstarb direkt 20 Min. nach der Geburt. Es konnte nicht atmen. Von ihm habe ich kein Foto und es ist auf der Würfeseite nicht mit aufgeführt. Den anderen Kitten ging es anfangs gut. Am zweiten Tag hatte die kleine ohne Gleichen jedoch schon so stark abgebaut, dass sie sich nur noch quälte. Sie hatte keinen Schluckreflex und war nicht in der Lage zu nuckeln oder beim Füttern die Milch zu schlucken. Ich ließ sie schweren Herzens über die Regenbogenbrücke gehen. Am gleichen Tag fing es auch bei Olé Olá an. Sie baute stündlich immer mehr ab. Am dritten Tag musste ich auch sie gehen lassen.

Ich weiß gar nicht, wie oft ich jetzt darüber nachgedacht und mit meinem Tierarzt darüber gesprochen habe. Scheinbar wird bei Bibby die Frühgeburt ausgelöst durch ihre überstarken Mutterinstinkte. Sie lässt die Babys anderer Mütter bei sich säugen, putzt, umsorgt und pflegt diese wie ihre Eigenen. Wenn ich den nächsten Wurf mit Bibby plane, werde ich ihre Schwangerschaft so legen, dass keine anderen Kitten hier im Haus sind.

Es ist so schrecklich, wenn man hilflos zusehen muss und so rein gar nichts tun kann um die Babys zu retten.

Auch bei Oki Doki hatte ich tagelang Angst er würde es nicht schaffen. Er hatte die ersten fünf Tage nach der Geburt stark abgenommen. Ich versuchte ihn mit der Flasche/Spritze zu füttern. Aber er schrie einfach nur. Nicht einmal einen einzigen Tropfen konnte ich ihm ins Mäulchen träufeln ohne Angst haben zu müssen, er würde sich verschlucken und die Milch in die Lungen laufen. Das hätte seinen sicheren Tod bedeutet.

Also war ich alle zwei Stunden gefragt und musste versuchen ihn irgendwie an Mama`s Zitze anzulegen. Es dauerte manchmal 20 Minuten, ehe er sich eine schnappte. Leider rutschte er dann auch sehr schnell kraftlos wieder ab. Ich versuchte es aber immer weiter. Am Samstag klappte es dann schon etwas besser, aber er nahm weiter ab. Ich hatte das Gefühl seine Verdauung funktionierte noch nicht richtig. Alles was er trank kam direkt unten wieder raus. Mama musste ständig putzen. Er nahm weiter ab. Am Sonntag fand er die Zitze das erste Mal alleine. Er schien sich selbst nicht aufgeben zu wollen und alle Kräfte zu sammeln um ganz viel zu trinken. Am nächsten Morgen die Erleichterung. Er hatte 4 gr. zugenommen. Von da an ging es aufwärts. Mein kleiner tapferer Kämpfer. Auch klein Olli hat zwar in den ersten Tagen nicht wirklich zugenommen, aber man merkte, er hatte viel mehr Kraft. Sein Lebenswille war so stark, dass ich mir um ihn nicht so viele Sorgen machen musste. Er fand die Zitzen selbstständig und konnte sein Gewicht halten. Auch er fing dann ab Sonntag an zuzunehmen.

Ich habe lange gehofft und gebetet. Habe gekämpft, gewonnen und auch verloren. Ich bin so glücklich, dass ich wenigstens die zwei kleinen Racker nun aufwachsen sehen kann.

 

P-Wurf: Auch bei Elena gab es diesmal leider Komplikationen. Sie bekam am 59. Tag der Schwangerschaft Blutungen. Ich hatte zwar damit gerechnet, dass etwas schief gehen könnte, da sie mir eine Woche zuvor vom Fernseher abgestürzt war, aber da nicht sofort Blutungen einsetzten, hatte ich dann doch die Hoffnung, alles sei noch einmal gut gegangen. Aber eines der Babys muss sich so im Mutterleib verletzt haben, dass es verstorben war. Die Blutungen waren anfangs ganz leicht, wurden aber zum Abend hin immer stärker. Ich hatte eine irre Angst, die Geburt würde nun beginnen und die Babys hätten demnach kaum eine Überlebenschance gehabt. Ich fuhr mit Elena zum Tierarzt. Der Muttermund war jedoch noch nicht geöffnet. Einerseits ein gutes Zeichen. Aber die Blutungen machten mir doch eine Menge Angst. Zumal Elena nicht von meiner Seite wich und offensichtlich selbst ein wenig in Panik war. Verließ ich mal kurz den Raum, kam sie gleich laut mautzend hinter mir her und forderte mich auf, mit ihr wieder zurück ins Schlafzimmer zu gehen. Lag ich neben ihr auf dem Boden, wurde sie sichtlich ruhiger. Mein Tierarzt war sich sicher, dass das eine Baby verstorben war und sich resorbierte und jetzt als Abort abging. Er mahnte mich zur Ruhe. Es könne sein, dass die eigentlichen Wehen und somit die Geburt zum ganz normal errechneten Termin stattfinden würde. Ich musste mich echt zusammenreißen. Spät in der Nacht kam dann mit den Blutungen auch "Stückchen" mit raus. Elena war immer noch sehr unruhig. Aber Fieberfrei. Ich fragte, ob nicht ein Kaiserschnitt besser wäre. Aber auf Grund des frühen Zeitpunktes hätten die Babys keine Chance gehabt, und schon mal gar nicht, wenn sie noch etwas vom Narkosemittel mitbekamen. Da es Elena ja den Umständen entsprechend gut ging, sollte ich ihr viel Ruhe gönnen und warten, bis die Wehen auf natürlichem Weg einsetzten. Natürlich nur, wenn sich ihr Zustand nicht verschlechtern würde (kein Fieber, kein schleimig übel riechender Ausfluss etc.) Am nächsten Tag wurden die Blutungen schwächer und hörten im Laufe des Tages ganz auf. Am nächsten Tag jedoch setzten dann die Wehen ein. Aber..., ich hatte meinem Tierarzt kaum glauben wollen, die Babys kamen alle lebend auf die Welt. Etwas klein, und noch leicht unterentwickelt, aber doch etwas weiter in der Entwicklung, als Bibby`s Babys. Es waren vier Jungs. Der Kleinste wog 97gr. und der Schwerste sogar 117gr. Ich hoffte, dass sie es alle schaffen würden. Aber es bestand nun mal die Gefahr, dass sie sich im Mutterleib mit Bakterien infiziert hatten.

Am ersten Morgen hatten alle Kitten sogar ein paar Gramm zugenommen. Allerdings gegen Abend waren sie wieder zurück auf ihrem Geburtsgewicht. Ich machte mir Sorgen. Elena hatte recht viel Milch. Aber vielleicht funktionierte die Verdauung ja nicht richtig. Sie schienen ansonsten recht rege zu sein. Ich wartete bis zum nächsten Tag. Die Kleinen waren aber auch recht unzufrieden und nörgelig. Was wiederum Elena sehr nervös machte und sie sofort anfing die Kleinen immer wieder umzuquartieren. Sie legte sie mal in die Ecke, mal dort hin. Natürlich bedeutet das Stress für die Zwerge. Nur gut, dass ich sie der Ruhe wegen vorsorglich im Schlafzimmer untergebracht hatte. So konnte sie mir die Babys nicht durch die ganze Wohnung schleppen. Um ihr ein wenig den Rücken zu stärken, ließ ich Bibby mit ihren zwei Babys zu ihr.

Die Beiden lagen nun zusammen und kümmerten sich einfach toll um alle Kitten. Elena entspannte dann auch endlich.

Oh man, wenn ich meine Bibby nicht hätte. Sie ist einfach eine mega Übermutter und würde niemals ein Baby weinen lassen. Egal, ob ihr Eigenes oder das einer anderen Mutter.

Am nächsten Morgen hatte keines der Babys abgenommen. Sie sind zwar wohl noch nicht ganz überm Berg, aber zwei der Jungs hatten wenigstens schon mal 3 gr. zugenommen. Ich bin so froh. Nichts würde ich mir mehr wünschen, als dass alle Babys gesund und munter aufwachsen.

 

Q-Wurf: Ich habe lange gewartet, aber das Warten hat sich gelohnt. Jalla hat mir sechs wunderschöne Babys geschenkt. Sie hatte Anfangs gar nicht viel zugenommen und ich war mir erst auch nicht sicher, ob sie überhaupt aufgenommen hatte. Aber in den letzten Wochen legte sie dann doch noch ordentlich an Gewicht zu. Ich rechnete mit ca. fünf Babys. Am 67. Tag morgens um sieben ging es dann auch los. Sie bekam die ersten Wehen und innerhalb einer halben Stunde war das erste Baby auch schon da. Meine tapfere kleine Jalla. Nicht einen Muck sagte sie. Nur blieb leider bei dem Baby die Nachgeburt noch drin und so hing das Baby "fest". Sie drehte sich immerzu im Kreis, da sie nicht verstand was da vor sich ging. Und ich hatte Mühe das Kleine so zu halten, dass die Nabelschnur nicht riss. Leider konnte ich auch kaum das Fruchtwasser absaugen. Dies war dann leider bei allen Babys so. Ich hoffte nur, die Kleinen hätten kein Fruchtwasser geschluckt. Sie war auch so irritiert, weil die Babys an ihr hingen, dass sie das Putzen und Abnabeln vergaß. Nach ca. 20 Minuten kamen dann aber jeweils die Nachgeburten und alles verlief ansonsten völlig Komplikationslos. Nachdem Baby Nr. Fünf mit 138 gr. auf der Welt war, fing sie dann auch an sich zu putzen, fraß etwas und legte sich ruhig zurück. Also..... meine Jalla war fertig. Dachte ich.... Nach gut drei Stunden sollte ich dann aber noch eine Überraschung erleben. Ich hatte gerade das erste "Gruppenfoto" von ihr mit den Babys gemacht, da setzten die Wehen wieder ein. Innerhalb von nur weingen Minuten kam dann Baby Nr. Sechs auf die Welt. Es hatte keine Fruchthülle mehr, die Nabelschnur war gerissen und die Nachgeburt noch nicht mit abgegangen. Das Kleine, Qilian Qämpfer, war in schlechter Verfassung. Er atmete zwar, aber war fast regungslos. Ich massierte ihn und es kam ganz ganz langsam wieder etwas Leben in den kleinen Kerl.

Ich weiß nicht, ob er es schaffen wird. Er hat große Mühe sich gegen seine Geschwister, kein Kitten wog unter 113 gr., durch zu setzen. Er selbst kam mit knapp 85 gr. auf die Welt. Er hat keine Kraft sich an der Zitze zu halten. Er schmatzt nur, dockt sich aber nicht richtig an. Ich hoffe er schafft es und wird ein kräftiger Norwegermann. Naja, darum heißt er halt auch Qilian Qämpfer....(ich pfeif auf die deutsche Rechtschreibung....*g*)  Kämpfe kleiner Mann, ich möchte dich nicht verlieren.

Jalla ist eine wunderbare Mutter und kümmert sich vorbildlich um ihre Babys.

Die Nachgeburt allerdings kam einfach nicht. Sie bekam eine Wehenspritze.... nichts passierte... Abends um kurz vor sieben dann endlich die Erlösung.... Die Nachgeburt kam und mir fiel ein Stein vom Herzen.

Um 21 Uhr hatte der kleine Qilian schon leider 3 gr. abgenommen, während seine Geschwister schon die ersten paar Gramm zugenommen hatten. Milch hat Jalla reichlich.

Ich hoffe und bete..... Kämpfe kleiner Qilian, kämpfe.....

 

Nachtrag 2. Tag: Qilian trinkt einigermaßen aus der Spritze. Aber immer nur zwei drei Millilitter. Das ist natürlich zu wenig um Gewicht zu zu legen. Immerhin hat er jetzt sein Geburtsgewicht wieder, auch wenn er sehr schlapp dabei ist. Aber ich kämpfe weiter...

 

Nachtrag 4. Tag: Mein kleiner Qilian hat die Reise über die Regenbogenbrücke angetreten. Er hat den Kampf aufgegeben und ich hatte keine Chance mehr ihn zu halten. Er wollte nicht mehr trinken und es ging ihm stündlich immer schlechter. Ich habe mich dann schweren Herzens durchgerungen ihn erlösen zu lassen. Er sollte sich nicht quälen müssen. Ich hatte zwar gehofft er würde es vielleicht doch schaffen, da er die ersten drei Tage zumindest ein wenig trank. Aber er war so schwach, dass ihm selbst das Nuckeln Zusehens Mühe bereitete. Da der kleine Mann ja schon ohne Fruchthülle auf die Welt kam, weiß ich nicht, ob es der Sauerstoffmangel war, oder er vielleicht Fruchtwasser geschluckt hatte.

Kleiner Qilian, du durftest nur vier Tage alt werden. Du wirst immer einen Platz in meinem Herzen haben und ich werde dich nie vergessen. Schlaf gut mein kleiner Schatz.

 

R-Wurf: Xana hat auch diesmal ihre Babys ohne große Komplikationen auf die Welt gebracht. Baby Nr. 1 und Baby Nr. 2 kamen zwar fast zeitgleich, so etwas hatte ich bisher auch noch nicht, aber die Zwei sind putzmunter. Baby Nr. 4 hatte ein wenig Probleme sich von Mama zu trennen...*g* Der Kleine steckte einige Minuten mit dem Köpfchen fest und es wollte einfach keine Wehe mehr kommen. Xana fing auch schon an ihn auszupacken. Aber dann strampelte er wie wild und auch das Köpfchen rutschte heraus. Ich hoffe der kleine Mann hat kein Fruchtwasser geschluckt. Bisher geht es ihm augenscheinlich gut. Ich hoffe hier an dieser Stelle keinen Nachtrag mehr einstellen zu müssen.

 

Alle Kitten haben sich zu tollen kräftigen Kätzchen entwickelt und ich freue mich riesig über die kleine Rasselbande.

 

S-Wurf: Ich hatte ehrlich gesagt richtig Angst vor der Geburt der Babys meiner Nessaja. Sie ist seit ihrem Einzug noch immer nicht zutraulich, geschweige denn schmusig. Sie hat vor allem und jedem Angst. Ich muss das hier jetzt einfach mal so deutlich sagen, auch wenn ich mich damit "in die Nesseln" setze. Man hat sicherlich immer mal wieder ein "Sensibelchen" im Wurf, welches dann nicht so super schmusig und anhänglich wird, wie andere Kitten. Meist bauen aber auch diese Kitten dann über kurz oder lang eine Beziehung zu ihren Dosis auf. Aber bei Nessaja bin ich wirklich mit meinem Latein am Ende. Von Anfang an rannte sie weg wenn man sie anfassen wollte... wenn ich ihr mal beispielsweise eine Mulivitaminpaste hinhielt (natürlich nur mit lang ausgestrecktem Arm, um das Sofa herum, so dass sie mich auch ja nicht sehen musste dabei) schlug sie wild mit dem Pfötchen darauf ein, als ob sie auch davor Angst hätte. Spielen mit dem Federwedel??? Ein absolutes No-Go. Sie scheint es nie kennen gelernt zu haben. Zu dem ist sie leider auch noch unsauber. Jeder Versuch sie irgendwie aus der Reserve zu locken scheiterte. Sie hat auch keine andere Katze, mit der sie wirklich "befreundet" ist. Sie liegt immer allein. Schrecklich. Nicht einmal Feuchtfutter frisst sie... wohl, weil sie als Kitten ausschließlich mit Trockenfutter ernährt worden ist.

Ich war schon drauf und dran sie gar nicht decken zu lassen, sondern ihr lieber ein ruhiges Plätzchen bei verständnisvollen Liebhabern zu suchen. Aber sie liebt Babys. Egal welche Babys es waren, wenn die Kleinen durch die ganze Wohnung tobten, lernten sie dann auch Nessja irgendwann kennen, die sich ja nun mal fast ausschließlich oben in den frei zugänglichen Katzenzimmern aufhält. Nessaja adoptierte sie immer alle. Sie putze die Babys, ließ sie bei sich nuckeln und spielte mit ihnen.

Ich wollte ihr die Chance geben auch einmal das Mutterglück genießen zu dürfen.

Jetzt sind ihre Babys da. Traumhaft schöne Babys. Sechs kleine Zwerge hat sie mir zur Welt gebracht. Völlig ohne Probleme. Und wie verwandelt lässt sie sich nun auch von mir das Bäuchlein kraulen und hat heute sogar das erste mal zaghaft geschnurrt. Ich hoffe sooooo sehr, dass sie mit ihren Babys ihre Ängste auf Dauer überwinden kann. Sie ist eine so liebevolle und fürsorgliche Mama. Die Geburt hat sie fast alleine gemeistert. Ich habe ihr dann irgendwann beim abnabeln geholfen, da sie gar nicht aufhören wollte ihre Babys trocken zu putzen. Die Kleinen waren nach kürzester Zeit trocken und sahen aus wie gefönt....*g* irre....

Fünf der kleinen Fellnasen sind wohl auf und scheinen neugierig auf das Leben zu sein....

Leider hat der kleine Sam Schlawiener es nicht geschafft. Er hatte ein Geburtsgewicht von nur 53 gr. und war von Anfang an sehr kraftlos. Er schaffte es nicht einmal über Mama`s Pfötchen zu krabbeln, geschweige denn sich an ihrer Zitze anzudocken. Er versuchte nicht einmal zu trinken. Kleiner Schatz.... du wirst immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben. Den Tag heute werde ich nie vergessen. Die Sonne schien... von Westen zogen starke Wolken auf... es fing an zu regnen.... du mein Schatz machtest deinen letzten Atemzug und über unserem Haus war in genau diesem Moment ein Regenbogen... Er hat dir den Weg gezeigt.... Danke...

 

Nachtrag 4. Tag: Auch meine kleine Serefina hat nun den Weg über die Regenbogenbrücke zu ihrem Bruder angetreten. Es sah die ersten zwei Tage aus, als würde sie es schaffen. Sie versuchte bei Mama zu nuckeln und schien fit zu sein. Sonntag Abend aber hatte sie schon keine Kraft mehr und auch nicht den Willen bei Mama zu trinken. Ich fütterte sie mit der Flasche, was auch in den ersten Stunden noch einigermaßen klappte. Leider trank sie ab Montag Mittag gar nicht mehr. Anfangs waren noch keine Geräusche auf der Lunge zu hören, aber Nachts wurde es dann doch immer schlimmer. Sie lag nur noch zusammengerollt in meiner Hand. Dienstag morgen war sie dann so schlapp, dass es nun für sie nur noch die Erlösung gab.

Ich werde dich so vermissen meine kleine Zaubermaus.

 

T-Wurf: Meine Jorja ist Mutter meines T-Wurfes geworden. Sie war schon am Nachmittag sehr nervös und ich merkte, sie wollte mich gern bei sich haben. Ich ging mit ihr zu Nessaja und sie ließ sich sofort auf Nessaja`s Fürsorge ein. Nessaja putzte Jorja das Köpfchen, die Ohren und ... na einfach alles. Jorja rief immer wieder und schließlich legte sich Nessaja zu ihr und nahm sie liebevoll in ihren Arm. Jorja wurde ruhiger. Als die Wehen einsetzten, blieb Nessaja an ihrer Seite und schien ihr Mut zu zu sprechen. Ich war völlig überrascht von dieser Situation. Eigentlich hätte ich Nessaja für die Nervöse gehalten, nicht Jorja.

Das erste Baby kam und Jorja war völlig irritiert und wusste im ersten Moment gar nicht was zu tun ist. Nassaja putze dann gleich Jorja`s Baby und Jorja schien zu verstehen und kümmerte sich dann auch ganz liebevoll. Nessaja war ihr auch noch im weiteren Verlauf der Geburt eine super Hilfe und ich bin irre dankbar eine so tolle Hebamme gehabt zu haben.

Nessaja, ohne deine Hilfe hätte es sicher nicht so gut geklappt. Danke, dass du für sie da warst.

Leichte Komplikationen gibt es aber wohl ständig.... Das letzte Babys kam schon ohne Fruchthülle auf die Welt. Aber es scheint der Kleinen bisher gut zu gehen. Nach der kleinen Maus passierte vier Stunden nichts mehr. Jorja war relativ entspannt und schlummerte. Ich bettete sie frisch und wartete weiter. Nichts passierte. Meine Knie taten weh, mein Rücken schmerzte und ich legte mich so gegen vier Uhr früh lang auf den Boden um meine Knochen zu strecken. Leider schlief ich ein. Ich hätte nicht schlafen dürfen... Es kam dann noch ein weiteres Baby. Dieses lebte jedoch nicht mehr. Die Fruchthülle muss schon im Uterus gerissen sein. Meine kleine Maus, du durftest gar nicht erst unter uns sein...

Leider kam die Nachgeburt nicht mit. Zumindest hatte ich keine sehen können, aber ich war mir auch nicht ganz sicher, denn ich war ja eingenickt. Die Unterlage aber war noch sauber. Jojra bekam vorsichtshalber eine Spritze, aber die Nachgeburt kam immer noch nicht. Da ich aber ja nun mal nicht mit Sicherheit sagen kann, dass sie sie nicht doch gefressen haben könnte, bleibt mir jetzt erst einmal nichts weiter, als abzuwarten. Nur gut, dass ich meinen Doc. jederzeit erreichen kann.

 

Leider ist Jorja auch immer noch super nervös. Bei der kleinsten Ruhestörung (schon wenn der Postbote schellt) gerät sie gleich in Panik und will ihre Babys verstecken und schleppt sie von A nach B und dann noch nach C. Darum gibt es auch erst mal keine Fotos.

Sobald sich Jorja besser in ihre Mutterolle gefunden hat und ruhiger ist, mache ich dann auch Bilder. Aber sie hat wenigstens keinen Ausfluss und ich denke die Nachgeburt muss wohl doch mit gekommen sein.

Wie es weiter geht, schreibe ich dann in den nächsten Tagen.

 

Jorja geht es prima. Sie hatte keinerlei Probleme mehr nach der Geburt und ist nun eine super tolle, ausgeglichene und fürsorgliche Mutter. Nessaja, ich danke dir, dass du Jorja so gut zur Seite gestanden hast. Ihr seid ein tolles Team und eure Zwerge sind ein Traum.

 

Oktober 2011: Es scheint fast so, als sei der Oktober in meiner Cattery der Unglücksmonat. Zu Beginn meiner Zucht hatte Yessi damals ihren ersten Wurf (siehe ganz oben über dem A-Wurf) auch im Oktober verloren. Meine Ira hatte letztes Jahr im Oktober ihr Baby verloren und dann auch noch der Notkaiserschnitt auf Grund des verkapselten Babys. Jetzt war es meine Milla die es traf. Sie sollte eigentlich von einem Kater außerhalb gedeckt werden. Leider nahm sie bei ihrem Besuch dort nicht auf. Dann war ihr Papa leider schneller als ich. Angst hatte ich genug vor diesem Wurf. Eine Rückverpaarung ist zwar erlaubt, aber natürlich nicht unbedingt wünschenswert. Es können genetische Defekte und Anomalien bei den Kitten auftreten. Ich war auf alles gefasst.... dachte ich.

Die Geburt begann und Milla bekam recht schnell gute Presswehen. Während der Presswehen platzte jeweils die Fruchthülle ihrer Kitten und es spritzte (als würde man einen Wasserhahn aufdrehen) jede Menge Fruchtwasser heraus. Mit so einem Druck, dass es sogar bis auf meinen Pullover spritzte. Dann kamen aber nicht auch gleich die Babys. Es dauerte dann noch einige Minuten, bis die Kitten dann jeweils mit vier fünf Presswehen später auf die Welt kamen. Eines der Kitten war zwar noch in der Fruchthülle, aber auch diese war gerissen. Die anderen drei Babys kamen alle ganz ohne Fruchthülle auf die Welt. Schon gegen Abend konnte man merken, dass nicht alles in Ordnung war. Zudem hatte Milla auch noch so viel Milch, dass die Zitzen für die Babys kaum ansaugbar waren. Sie schafften es aber dann doch zwei der Zitzen anzusaugen. Rund um die Zitzen war durch den starken Milcheinschuss alles so gespannt und hart, dass die Zitzen regelrecht platt in der Milchleiste lagen. Hätten die Babys die Milch jetzt kraftvoll abgetrunken, wäre das überhaupt kein Problem gewesen. Aber die Babys wollten einfach nicht richtig saugen. Sie schmatzten nur und ließen sich dann wieder runter rutschen. Die Milchleiste schwoll immer weiter an. Eigentlich ja toll, dass meine Milla so viel Milch hat. Da aber die Babys ja schon zu diesem Zeitpunkt immer schwächer wurden und nichts abtranken, musste ich mit Milla zum Arzt. Er spritze sie und schon am nächsten Tag war die Milchleiste deutlich entspannter. Ich versuchte natürlich die schon sehr kraftlosen Babys mit der Flasche zu füttern. Aber auch an der Flasche versuchten sie nicht einmal zu nuckeln. Zwei der Babys ging es dann sehr schnell sehr schlecht und man merkte wie kraftlos sie waren. Die beiden Anderen schienen noch kraftvoller und ließen sich, zwar mehr schlecht als recht, aber sie ließen sich eben noch füttern. Und man versucht es ja doch so lange wie möglich... man will nicht aufgeben. Die zwei schwachen Babys (sie schluckten nicht einmal mehr die Tröpfchen die ich ihnen ins Mäulchen träufelte) erlöste mein Tierarzt dann auch und die zwei Anderen bekamen Glukose etc. Aber auch bei diesen zwei Babys hörte man schon ein starkes Rasseln auf der Lunge. Am nächsten Morgen waren auch diese zwei Babys nicht mehr in der Lage zu saugen oder zu schlucken. Sie lagen nur noch auf der Seite und schafften es auch nicht mehr an Mamas warmen Bauch zu robben. Ich lies auch diese beiden Babys dann schweren Herzens über die Regenbogenbrücke gehen.

Jetzt hatte ich ja damit gerechnet, dass vielleicht mit den Babys etwas nicht in Ordnung wäre, aber so....? Ich hatte mich so gefreut, als ich sah, dass die Kleinen völlig normal entwickelt waren, keine Anomalien oder genetischen Defekte zu sehen waren. Aber dass alle Zwerge Fruchtwasser schlucken würden und an einer Aspirationspneumonie versterben würden, damit hatte ich nicht gerechnet. Meine süßen kleinen Millakinder, ich werde immer an Euch denken. Ich habe mit euch gekämpft, aber ich musste euch doch gehen lassen. Grüßt mir all die anderen Tiere am Ende des Regenbogens. Einen Platz in meinem Herzen werdet ihr immer haben.

 

 

 

 


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